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Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps)

 

Beschreibung

Die Bandscheibe liegt wie ein Puffer zwischen den Wirbelkörpern. Sie besteht aus einem  weichen Gallertkern, der von einem Ring aus Faserknorpel gehalten wird. Der Gallertkern der Bandscheibe kann verrutschen und die faserige Hülle durchbrechen. Dies wird als Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) bezeichnet. Die austretende Gallertmasse kann auf die umliegenden Nerven drücken und Beschwerden verursachen.

 

Anders liegt der Fall bei der Bandscheibenvorwölbung (Diskusprotrusion). Hier verlagert sich das Bandscheibengewebe nach außen, ohne dass der Bindegewebsring der Bandscheibe zerreißt. Je nach Art und Ausmaß des Vorfalls treten unterschiedliche Symptome auf.

Die Mehrheit der Bandscheibenvorfälle bleibt unbemerkt, andere sind mit starken Schmerzen verbunden. In einigen Fällen kommt es zu Lähmungen. Untersuchungen von Menschen ohne Rückenschmerzen zeigen, dass vermutlich mehr als ein Drittel der 30-Jährigen und über 60 Prozent der Menschen über 50 Jahre einen Bandscheibenvorfall haben, der keinerlei Beschwerden verursacht.

 
 

Ein Bandscheibenvorfall tritt meist im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule auf, da durch das Körpergewicht ein starker Druck auf den Wirbeln lastet. Übergewicht kann das Risiko eines Bandscheibenvorfalls erhöhen. Die Betroffenen sind in der Regel zwischen 30 und 60 Jahre alt. An der Halswirbelsäule kommt ein Bandscheibenvorfall weniger häufig vor. Die Brustwirbelsäule ist am seltensten betroffen (circa zwei Prozent aller Vorfälle).

 

Bandscheibenvorfall - Ursachen

Fehl- und Überbelastung

Die Bandscheibe besteht aus einem weichen Gallertkern, der als Puffer zwischen den Wirbeln steht. Eine äußere derbe Faserschicht (Bindegewebsring) hält den Kern der Bandscheibe auch bei großer seitlicher Belastung in seiner Position. Ist die Belastung größer, als der Bindegewebsring standhalten kann, rutscht der Gallertkern bei einem Bandscheibenprolaps meist seitlich nach hinten weg. Bei einem Bandscheibenvorfall reißt der Bindegewebsring ein und der Gallertkern der Bandscheibe kann teilweise austreten.

 
 

Druck gegen eine Nervenwurzel

Der Wirbelkanal enthält den Rückenmarkssack (Duralsack), in dem Rückenmark, Nervenwurzeln und die versorgenden Blutgefäße liegen. Zwischen den Wirbelknochen verlassen die Nervenwurzeln paarweise den Wirbelkanal. Die untersten Wurzeln treten durch das Kreuzbein aus.

 Bei Druck gegen eine Nervenwurzel entstehen intensive Schmerzen in einem Bein oder Arm, meist verbunden mit Gefühlsstörungen (Ameisenlaufen, Kribbelgefühl, Taubheit). Möglicherweise ist auch die Kraft einzelner Muskeln geschwächt (Lähmung).

Beschwerden, die von der Lendenwirbelsäule ins Bein im Bereich einer Nervenwurzel ausstrahlen, bezeichnen Mediziner als Ischialgie oder radikuläre Rückenschmerzen. Hier ist der dickste Nerv des menschlichen Körpers (Ischiasnerv, Nervus ischiadicus) betroffen.

Schmerzen im Bein sind ein Hinweis, aber kein zwingender Beweis für Druck gegen die Nervenwurzel. Die meisten Beinschmerzen bei Rückenbeschwerden lassen sich keiner Nervenwurzel zuordnen und sind deshalb kein Hinweis auf einen bedeutsamen Bandscheibenvorfall.

Druck gegen das Rückenmark

Das Rückenmark erstreckt sich oben vom Hirnstamm (der Verbindung zwischen Rückenmark und Gehirn) bis zum ersten oder zweiten Lendenwirbel. Bei Druck gegen das Rückenmark können neben intensiven Schmerzen in einem Bein oder Arm und den Gefühlsstörungen (Ameisenlaufen, Kribbelgefühl, Taubheit) auch eine zunehmende Schwäche beider Arme und/oder Beine auftreten. Zudem sind Funktionsstörungen der Schließmuskulatur von Blase und Darm möglich. Sie werden von einer Taubheit im Anal- und Genitalbereich begleitet. Diese Symptome gelten als Notfall und müssen sofort in einem Krankenhaus untersucht und behandelt werden.

Druck gegen den Pferdeschweif

Das Rückenmark setzt sich in einem Nervenfaserbündel fort (Pferdeschweif = Cauda equina); dieses erstreckt sich bis zum Kreuzbein - einer Verlängerung der Wirbelsäule.

Bei Druck gegen den Pferdeschweif (Caudasyndrom) lässt sich die Blasen- und Enddarmfunktion oft nicht mehr kontrollieren. Sensibilitätsstörungen rund um den After, im Bereich der Genitalien, an der Innenseite der Schenkel sowie Lähmungen der Beine sind möglich. Auch hier ist dringend eine sofortige, ärztliche Abklärung erforderlich.

 

Bandscheibenvorfall - Diagnose

Basis-Untersuchungen

Die Krankengeschichte (Anamnese) des Patienten und eine ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung sind von äußerster Wichtigkeit. Hier prüft der Arzt Muskelkraft, Gefühl in den Beinen und die Reflexe. Ist der Zehen- oder Hackengang möglich, kann eine Lähmung rasch ausgeschlossen werden. Der Arzt versucht mögliche Schmerzen, Lähmungen oder Taubheitsgefühle einer bestimmten Nervenstruktur zuzuordnen, die von dem Vorfall gereizt wird. In vielen Fällen kann der Arzt schon allein dadurch feststellen, ob und zwischen welchen Wirbelkörpern ein Bandscheibenvorfall vorliegt.

 

Bandscheibenvorfall - Therapie

Ohne Operation

Die meisten Bandscheibenvorfälle sind konservativ behandelbar - also ohne Operation. Dies gilt für über 90 Prozent aller Bandscheibenvorfälle. Bei fortdauernden Symptomen oder zunehmenden Lähmungen kann allerdings ein chirurgischer Eingriff notwendig werden.


Die nicht-operative Behandlung besteht aus Schonung, aber nicht Bettruhe. Zudem erhält der Patient je nach Bedarf milde bis starke Mittel gegen die Schmerzen sowie Wärme. In der Akutphase sollten Sie diese nach einem festen Zeitplan konstant einnehmen - nicht nur dann, wenn der Schmerz am heftigsten ist. So verhindert man, dass sich Schmerz und Muskelverspannung gegenseitig aufschaukeln.

Ein Physiotherapeut kann dem Betroffenen Hilfe für den Alltag geben und gemeinsam mit ihm schmerzarme Bewegungsmuster einüben. Eine solche intensive Therapie kann manchmal nur im Rahmen einer ambulanten oder stationären Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt werden.

Es ist immer möglich, dass sich die Beschwerden von selbst bessern oder verschwinden, weil der Gallertkern der Bandscheibe mit der Zeit eintrocknet und schrumpft - vorhersagen lässt sich das jedoch nicht. Selbst wenn der Bandscheibenvorfall kleiner wird, können die Beschwerden bestehen bleiben: Denn der Betroffene kann sich eine Fehlhaltung angewöhnen, wodurch die Muskulatur geschwächt wird. Auch entwickeln Betroffene nicht selten eine Angst-Vermeidungs-Überzeugung und vermeiden Bewegungen und Aktivitäten, da diese schmerzen könnten. So hat sich jetzt eine vom auslösenden Faktor unabhängige Schmerzkrankheit entwickelt. Besteht keine gravierende Lähmung, ist eine konservative Behandlung über mindestens drei Monaten sinnvoll, bevor eine Operation erwogen wird.

Langfristig müssen Sie die Bandscheiben durch ein gut trainiertes Muskelkorsett entlasten. Das bedeutet: Stärken Sie Ihre Rücken- und Bauchmuskulatur! Lassen Sie sich die Übungen von einem Physiotherapeuten zeigen (Rückenschule) und trainieren Sie anschließend selbst regelmäßig.

Vorsicht ist vor allem bei ausgeprägten Muskellähmungen geboten. Die Chancen auf eine komplette Rückbildung werden umso geringer, je länger die Lähmung besteht.

Operation

Ob eine Operation angebracht ist, entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Arzt. Die Kriterien für eine Operation sind:

  • Symptome, die auf Druck gegen das Rückenmark hinweisen: baldige oder sofortige Operation
  • Schwere Lähmung oder zunehmende Lähmung: sofortige Operation
  • Symptome, die auf Druck gegen den Pferdeschweif (Cauda equina, unterer Anteil des Rückenmarks) deuten: sofortige Operation
  • Zurückgehende Schmerzen und zunehmende Lähmung: rasche Operation; es besteht die Gefahr, dass die Nervenwurzeln bereits absterben

Verändern sich die Symptome, sollten Sie sich immer ärztlich untersuchen lassen. Wenn Sie die Kontrolle über Ihre Blase verlieren und/oder schon vorhandene Lähmungserscheinungen zunehmen, sollten Sie auf jeden Fall sofort einen Arzt aufsuchen.

Bei einer Operation wird das zerstörte Bandscheibengewebe ausräumt. Dadurch lässt sich der Druck auf die beengten Nervenwurzeln mindern. Allerdings führt nicht jede Operation zur gewünschten Schmerzfreiheit (Failed-back-surgery-Syndrom) und in einem Teil der Fälle treten erneute Bandscheibenvorfälle in der gleichen Wirbelsäulenhöhe auf.

Mikrochirurgische Verfahren sind mittlerweile Standard; sie reduzieren das Risiko einer Narbenbildung. Alternativ kommen bei bestimmten Konstellationen minimal-invasive Verfahren in Frage.

 

Bandscheibenvorfall - Vorbeugen

Eine gesunde, starke Rumpfmuskulatur ist die Voraussetzung dafür, dass der Körper die alltäglichen Herausforderungen bewältigen kann. Wenn Sie einige Regeln beachten, können Sie einen Bandscheibenvorfall höchstwahrscheinlich verhindern. Dazu gehören unter anderem:

  • Achten Sie auf Ihr Körpergewicht: Ein zu hohes Gewicht belastet den Rücken und damit Ihre Bandscheiben!
  • Treiben Sie regelmäßig Sport: Besonders günstig für den Rücken sind Wandern, Jogging, Skilanglauf, Kraulen und Rückenschwimmen, Tanzen, Wassergymnastik und andere Arten von Gymnastik.
  • Bestimmte Entspannungstechniken wie Yoga, Tai Chi und Pilates fördern ebenfalls eine gute Körperhaltung und helfen, Rumpf und Rücken zu stärken.
  • Sitzen Sie nach Möglichkeit aufrecht und auf einem normal hohen Stuhl. Wechseln sie häufig die Sitzposition. Ein begleitendes Krafttraining stabilisiert die Rumpfmuskulatur.
  • Positionieren Sie Gegenstände, die Sie oft brauchen, in einer gut erreichbaren Höhe: Augen und Arme werden entlastet und Sie vermeiden, dass Sie die Halswirbelsäule überlasten.
  • Meiden Sie tiefe und weiche Sitzmöbel; empfehlenswert ist ein keilförmiges Sitzkissen. Wechseln sie häufig die Sitzposition.
  • Arbeiten im Stehen: Der Arbeitsplatz muss so hoch sein, dass Sie (dauerhaft) aufrecht stehen können.
  • Heben Sie schwere Lasten, wenn möglich, nicht auf einmal.
  • Heben Sie sehr schwere Gegenstände nie mit gestreckten Beinen und gebeugter Wirbelsäule: Gehen Sie in die Knie, lassen Sie die Wirbelsäule gestreckt und heben die Last "aus den Beinen heraus".
  • Winkeln Sie die Wirbelsäule nicht zur Gegenseite hin ab, wenn Sie Lasten tragen.
  • Verteilen Sie die Last in beide Hände, damit die Wirbelsäule gleichmäßig belastet wird.
  • Halten Sie die Arme beim Tragen von Lasten dicht am Körper: Verlagern Sie dabei den Körper nicht zurück und vermeiden Sie ein Hohlkreuz.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Wirbelsäule auch beim Schlafen nicht abknicken kann; sinnvoll sind eine gute mittelharte Matratze plus Lattenrost sowie eventuell ein kleines Kissen zur Unterstützung der natürlichen Wirbelsäulenform.
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